Finanz- und Börsenlexikon

"Wissen ist Macht" sagt der Volksmund seit Generationen. Nutzen Sie das unser Börsenlexikon um Ihr Finanzwissen zu ergänzen.



Außerbörslicher Wertpapierhandel

Wertpapierhandel, der außerhalb der Börsen und in erster Linie zwischen Banken, sowie Banken und Versicherungsgesellschaften stattfindet. Auch Freiverkehr genannt.


Covered Warrant

Optionsschein, der den Optionsscheininhaber dazu berechtigt, bis zum Verfalltermin den zugrunde gelegten Basiswert zu einem in den Optionsbedingungen festgelegten Preis zu erwerben. Die Laufzeit der covered warrants ist im Vergleich zu den üblichen Optionsscheinen in der Regel auf 12 bis 18 Monate beschränkt. Dadurch schränkt der Emittent der Scheine sein eigenes Risiko ein. Emittent von covered warrants ist im Unterschied zu den üblichen Optionsscheinen nicht das "veroptionierte" Unternehmen, sondern in der Regel ein Kreditinstitut, das die entsprechenden Stücke des Basiswerts auf ihrem Depot hält. So entsteht die Möglichkeit, auf indirektem Weg Optionsscheine auf Aktien von Unternehmen zu erwerben, die selbst keine Optionsanleihen und somit Optionsscheine ausgeben.


Ex-Warrant

Ex-Warrant ist eine Optionsanleihe, bei der die Optionsscheine bereits abgetrennt wurden und separat als eigenständige Wertpapiere gehandelt werden. Das Gegenstück dazu ist ein Cum-Warrant.


Festverzinsliches Wertpapier

Wertpapier, das während seiner gesamten Laufzeit einen unveränderlichen Zins hat. Die Anlage in festverzinsliche Wertpapiere gilt als vergleichsweise konservative Geldanlage, da das Zinsausfallrisiko sehr gering ist. Beispielhaft wären hier Anleihen und Pfandbriefe zu nennen.


Innerer Wert

Kennziffer, die den tatsächlichen rechnerischen Wert eines Wertpapiers angibt. Bei Aktien spiegelt er sich im errechneten Ertragswert oder im Substanzwert wieder. Bei Optionen ergibt er sich aus der positiven Differenz aus Kassa- und Basispreis (Call-Option) bzw. aus der positiven Differenz zwischen Basispreis und Kassakurs (Put-Option). Der innere Wert kann nie negativ sein. Im Falle, dass die Differenz eine negative Zahl ergibt, ist der innere Wert Null. Er entspricht dem Mittelzufluss, den ein Optionskäufer aus der sofortigen Ausübung seines Optionsrechts erzielen würde. Zum Beispiel: Ein Put bezieht sich auf einen Basispreis von 50 Euro. Die Aktie notiert derzeit zu 40 Euro. Der innere Wert des Puts beträgt somit 10 Euro, da ein Verkauf über den Put diesen Gewinn ermöglicht.


Wandelanleihe

Auch Wandelobligation oder englisch convertible Bond. Anleihe, die innerhalb einer bestimmten Frist unter bestimmten Bedingungen und in einem festen Umtauschverhältnis in Aktien des Unternehmens getauscht werden kann. Bei positiver Kursentwicklung wird der Inhaber der Wandelanleihe die Chance nutzen, an der Substanz und Ertragskraft des Unternehmens zu partizipieren und wandeln. In der Regel haben Wandelanleihen eine niedrigere Verzinsung als normale Anleihen, da dem Inhaber der Vorteil der Wandlungsmöglichkeit eingeräumt wird.


Wertpapier

rkunde, die bestimmte Rechte, etwa die Miteigentümerschaft an einem Unternehmen, verbrieft. Ohne diese Urkunde kann das Recht nicht geltend gemacht werden. Beispielhaft wären hier Banknoten, Wechsel, Schecks, Anleihen, Aktien, usw.


Widerstandslinie

Begriff aus der Chartanalyse. Sie beschreibt die Kursgrenze, über die ein Wertpapier oder der Gesamtmarkt schwer steigen wird. Zusammen mit der Unterstützungslinie beschreibt sie den Trendkanal.


Window Dressing

Bezeichnet die „Verschönerung“ der Bilanz, ohne diese zu verfälschen. Ein an Bilanzstichtagen – vor allem am Jahresende – festzustellendes Verhalten von Banken, Unternehmen aber auch Fondsmanagern.  


Working Capital

Eine besonders im US-Rechnungswesen zur Beobachtung von Veränderungen der Liquidität gebräuchliche Kennzahl. Sie zeigt die Differenz zwischen dem Umlaufvermögen und dem kurz- und mittelfristigen Fremdkapital an. Das Verhältnis Umlaufvermögen zu diesen Verbindlichkeiten wird als working capital ratio bezeichnet.


Währung

Bezeichnung für das gültige Zahlungsmittel eines Landes. Ferner ist Währung eine Umschreibung für die Geldverfassung eines Staates, die im Rahmen der institutionierenden Währungspolitik durch die Gesetzgebung formuliert wird.