Finanz- und Börsenlexikon

"Wissen ist Macht" sagt der Volksmund seit Generationen. Nutzen Sie das unser Börsenlexikon um Ihr Finanzwissen zu ergänzen.



Real Estate

Englisch für „Immobilie/-n, „unbewegliche Güter“ wie Land bzw. Grundstücke (mit und ohne) Gebäude, natürliche Ressourcen etc.


Regulierter Markt

Der Regulierte Markt ist das am stärksten reglementierte Marktsegment. Die Zulassung, Pflichten der Unternehmen sowie die Organisation des Handels sind unter anderem im Börsengesetz geregelt. Für die Zulassung zum Regulierten Markt muss ein Unternehmen beispielsweise mindestens drei Jahre bestehen und mindestens 10.000 Aktien emittieren. Weiterhin müssen mindestens 25 Prozent der Aktien im Streubesitz sein. Aktiengesellschaften im Regulierten Markt haben zudem neben dem Jahresabschluss auch mindestens einen Zwischenbericht für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres zu veröffentlichen. Sie unterliegen zudem der Ad-hoc-Publizität, müssen also kursrelevante Tatsachen "unverzüglich" über Ad-hoc-Mitteilungen veröffentlichen.


Rendite

Entlehnt vom ital. rendita - „Ertrag“. Die Rendite gibt das Verhältnis der Auszahlungen zu den Einzahlungen einer Geld- bzw. Kapitalanlage an und wird meist in Prozent und jährlich angegeben. Die bekannteste Renditenkennzahl ist der Zinssatz.


Sharp Ratio

Wichtige Kennziffer zur Bewertung des Anlageerfolges insbesondere von Fonds. Die Sharpe Ratio berücksichtigt neben der Wertentwicklung auch die Schwankungsbreite (Volatilität) eines Fondspreises und setzt beide Größen ins Verhältnis. Sie gibt also an, wieviel Rendite ein Fonds pro Risikoeinheit bietet. Je höher die Sharpe Ratio, desto mehr entschädigt der Fonds für das eingegangene Risiko.

Im Zähler steht hierbei die so genannte Überschussrendite. Diese ergibt sich aus der Performance des Fonds abzüglich der am Geldmarkt erzielbaren risikolosen Rendite. Im Nenner steht die Standardabweichung der Überschussrendite als Maßzahl für die Volatilität des Fonds.

Eine Sharpe Ratio größer null bedeutet, dass der Fonds eine Überschussrendite erzielen konnte. Liegt der Wert zwischen null und eins, entsprach diese nicht dem eingegangenen Risiko. Ist die Sharpe Ratio negativ, hat der Fonds noch nicht einmal die Geldmarktverzinsung erreicht. Die Sharpe Ratio geht auf den Nobelpreisträger William F. Sharpe (1966) zurück.


Value-at-Risk

Das Value at Risk-Konzept ist ein Verfahren, das zur Berechnung des Verlustpotentials aus Preisänderungen der Handelsposition angewandt wird. Die Berechnung dieses Verlustpotentials, das unter Annahme einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (z.B. 98%) angegeben wird, wird auf der Basis marktorientierter Preisänderungen vorgenommen.