Finanz- und Börsenlexikon

"Wissen ist Macht" sagt der Volksmund seit Generationen. Nutzen Sie das unser Börsenlexikon um Ihr Finanzwissen zu ergänzen.



PEG

PEG steht für Price-Earnings-Growth. Das PEG, oft auch als "dynamisches" oder "implizites" KGV bezeichnet, ergibt sich durch die Division des KGV mit dem (erwarteten) Gewinnwachstum in Prozent. Das PEG verfeinert die Betrachtungsweise des KGV, das statische KGV wird nun mit einer dynamischen Kennzahl verbunden. Ein Unternehmen ist umso günstiger bewertet, je stärker das PEG unter 1 liegt. Sinnvoll ist es auch, mehrere Jahre zusammenzufassen und so ein gemitteltes Gewinnwachstum zugrunde zu legen.


Performance

Bezeichnet die Wertentwicklung eines Wertpapiers oder eines Portfolios z.B. über ein Jahr, bezogen auf ein bestimmtes Risikomaß (z.B. Beta-Faktor).


Performance-Index

In einen Performance-Index gehen im Gegensatz zu einem Preis-Index zusätzlich die Dividendenzahlungen der in ihm enthaltenen Unternehmen ein. Damit gibt dieser Auskunft über die vollständige Wertentwicklung eines Portfolios. Beispielhaft wäre hier der Dax-Performanceindex zu nennen.


Pfandbrief

Schuldverschreibung, die von einer Pfandbriefbank herausgegeben wird. Pfandbriefe sind eine besonders gesicherte Anlagemöglichkeit, weil sie über eine so genannte Deckungsmasse verfügen. Diese besteht aus Darlehensforderungen der Pfandbriefbanken gegen die öffentliche Hand (bei Öffentlichen Pfandbriefen) oder aus Darlehensforderungen, die entweder mit Grundpfandrechten (bei Hypothekenpfandbriefen) oder Schiffshypotheken (bei Schiffspfandbriefen) besichert sind. Wer Pfandbriefe emittieren darf, entscheidet nach dem Pfandbriefgesetz (PfandBG) die BaFin.


Portfolio

Von ital. portare „tragen“ und foglio „Blatt“, bezeichnet eine Sammlung von Objekten eines bestimmten Typs. Finanztechnisch ist die Gesamtheit der Investitionen/Anlagen einer Institution oder eines Individiuums gemeint.


Preis-Index

Börsenbarometer, in das ausschließlich die Kurse und nicht die Dividenden eingerechnet werden. Gegenteil ist der Performance-Index.


Prime Standard

Der höchste Transparenzlevel für börsennotierte Unternehmen, der über die gesetzlichen Mindestanforderungen des Amtlichen Marktes und des Geregelten Marktes hinausgeht. Der Prime Standard ist auf Unternehmen der beiden Marktsegmente zugeschnitten, die sich auch auf internationale Investoren ausrichten wollen. Sie müssen über das Maß des General Standard hinaus hohe internationale Transparenzanforderungen erfüllen. So müssen sie quartalsweise über ihr Geschäft berichten, Ad-hoc-Mitteilungen auch in Englisch veröffentlichen und mindestens eine Analystenkonferenz pro Jahr abhalten. Nur Unternehmen, die zum Prime Standard zugelassen sind, können in die Auswahlindizes Dax, MDax, TecDax oder SDax aufgenommen werden.


Private Banking

Eine intensive und persönliche Betreuung für meist vermögende Kunden. Die Vermögensgrenzen, ab denen Private Banking angeboten wird, liegen in der Regel zwischen 100.000 Euro und 1.000.000 Euro liquidem Vermögen.


Private Equity

Zu deutsch „Außerbörsliches Eigenkapital“, ist eine Form des Beteiligungskapitals, bei der die vom Kapitalgeber eingegangene Beteiligung nicht an geregelten Märkten handelbar ist. Kapitalgeber sind häufig auf diese Beteiligungsform spezialisierte Kapitalbeteiligungsgesellschaften.


Put

Der Käufer eines Put (englischer Begriff für eine Verkaufsoption) erwirbt ein Recht, nicht jedoch die Pflicht, während der Laufzeit (amerikanische Option) bzw. am Ende der Laufzeit (europäische Option) den Basiswert (Underlying) zu vorab festgelegten Konditionen zu verkaufen.