Finanz- und Börsenlexikon

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KGV

Abkürzung für "Kurs-Gewinn-Verhältnis". Kennzahl, die das Verhältnis des (geschätzten) Gewinns je Aktie zu ihrem aktuellen Marktkurs darstellt. Das KGV ist eine wichtige Kennzahl zur Beurteilung der Ertragskraft und -entwicklung eines Unternehmens im Vergleich zu anderen, auch Price-Earnings-Ratio (PER - engl. Bezeichnung für KGV) genannt. Je niedriger der KGV einer Aktie ist, desto preisgünstiger erscheint sie auf den ersten Blick. Wachstumsaktien weisen meist ein höheres KGV auf.


Kapitalertragssteuer (KESt)

Form der Einkommenssteuer auf Erträge aus Aktien, Genussscheinen, GmbH-Anteilen, usw. Sie ist vom Schuldner für Rechnung des Gläubigers einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Momentan liegt die KESt bei 25 Prozent.


Kapitalgesellschaft

Eine Unternehmensform, bei der sich die Geldgeber am Kapital der Gesellschaft beteiligen können, ohne persönlich auch an der Unternehmensleitung teilzunehmen. Die Geldanlage steht also im Vordergrund, nicht das eigene unternehmerische Handeln. Zu den Kapitalgesellschaften zählen: Aktiengesellschaft, Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA), Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Gegensatz ist die Personengesellschaft.


Kapitalschnitt

Kommt oft bei insolvenzgefährdeten Firmen vor. Das Grundkapital der AG wird herabgesetzt und gleichzeitig ein Teil der Aktien Ersatzlos eingezogen. Schlimme Verluste für die Aktionäre.

Verwante Einträge


Kassageschäft

Bezeichnung für einen Kaufabschluss an der Börse, wobei die Zahlung und Belieferung i.d.R. spätestens bis zum zweiten Börsentag nach Abschluss erfolgt.


Kaufoption

Siehe Call

Verwante Einträge


Kennzahl

Zahlen zur Bewertung von Aktien, Optionsscheinen, etc.


Kommanditaktionär

Bezeichnung für einen Aktionär einer Kommanditgesellschaft auf Aktien.


Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA)

Rechtsform, die Elemente einer Personengesellschaft (KG) mit einer Aktiengesellschaft (AG) kombiniert. Sie verfügt über mindestens einen persönlich haftenden Gesellschafter, den so genannten Komplementär, der mit seinem gesamten Vermögen für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haftet. Die Komplementäre haben bei allen wesentlichen Entscheidungen ein Vetorecht. Die Kommanditaktionäre haften mit ihren Einlagen, die in Aktien verbrieft sind.


Kontokorrentkredit

Kredit, bei dem einem Kreditnehmer von einem Kreditinstitut eine genau festgelegte Kreditlinie eingeräumt wird, welche er nach belieben ohne weitere Absprachen mit der Bank jederzeit in Anspruch nehmen kann.


Kredit

Geldsumme, die unter bestimmten Konditionen, die sich insbesondere auf die Verzinsung, Rückzahlung und Sicherheiten beziehen, ausgeliehen wird. Zu unterscheiden ist der Kontokorrentkredit, der Wechselkredit und der Hypothekenkredit.


Kurs

Bezeichnung für den Preis für ein an der Börse eingeführtes Wertpapier. Er wird in Euro pro Stück oder in Prozent vom Nennwert ausgedrückt und beim Parketthandel von den Kursmaklern festgesetzt.


Kurs-Index

Börsenbarometer, in das ausschließlich die Kurse und nicht die Dividenden eingerechnet werden. Gegenteil ist der Performance-Index.


Kursmakler

Sind amtlich bestellt und vereidigt. Sie stellen die Preise der Wertpapiere an den Wertpapierbörsen fest. An den Warenbörsen wirken die Kursmakler bei der Feststellung mit. Die Bestellung und Entlassung der Kursmakler erfolgt durch die Börsenaufsichtsbehörde nach Anhörung der Börsengeschäftsführung und der Kursmaklerkammer.


Kursmaklerkammer

An jeder Börse ist gem. § 30 VI BörsG eine Kursmaklerkammer als Körperschaft des öffentlichen Rechts zu bilden. Ihre Hauptaufgaben sind v.a. in der Mitwirkung bei der Bestellung und Entlassung von Kursmaklern neben der Börsengeschäftsführung zu sehen.