Finanz- und Börsenlexikon

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Index

Größe, die die Entwicklung einer bestimmten Gruppe von Wertpapieren misst. So bezeichnet man beispielsweise einen Index, der die Entwicklung von Aktien misst, als Aktienindex.


Indizes

Die Index-Landschaft in Deutschland hat sich 2003 verändert. Der DAX bleibt der Leit-Index für die 30 größten deutschen Blue-Chips. Darunter gruppieren sich als gleichrangige Indizes der von 70 auf 50 Titel des MDAX sowie der Tec-DAX. Neu ist weiterhin, dass in beiden Indizes ausländische Firmen gelistet werden können. Der SDAX bleibt in seiner Größe bestehen, wird aber durch die Umstellung aufgewertet. Die Berechnung des Nemax 50 wird Ende 2004 eingestellt. Die Kriterien für die Aufnahme in die einzelnen Indizes sind die Börsenkapitalisierung sowie der Umsatz der frei gehandelten Werte.


Inflation

Prozess der anhaltenden Preisniveausteigerung und somit des Kaufkraftschwundes des Geldes. Allgemein entsteht Inflation, wenn das Güterangebot unterhalb der monetären Gesamtnachfrage liegt (inflatorische Lücke) und es somit zu Preissteigerungen kommt. In fast allen Volkswirtschaften gibt es Inflation.


Initial Margin

Bei Aufnahme eines Future-Geschäfts ist eine Sicherheitsleistung, Initial Margin oder Erst-Einschuss genannt, zu hinterlegen.


Innerer Wert

Kennziffer, die den tatsächlichen rechnerischen Wert eines Wertpapiers angibt. Bei Aktien spiegelt er sich im errechneten Ertragswert oder im Substanzwert wieder. Bei Optionen ergibt er sich aus der positiven Differenz aus Kassa- und Basispreis (Call-Option) bzw. aus der positiven Differenz zwischen Basispreis und Kassakurs (Put-Option). Der innere Wert kann nie negativ sein. Im Falle, dass die Differenz eine negative Zahl ergibt, ist der innere Wert Null. Er entspricht dem Mittelzufluss, den ein Optionskäufer aus der sofortigen Ausübung seines Optionsrechts erzielen würde. Zum Beispiel: Ein Put bezieht sich auf einen Basispreis von 50 Euro. Die Aktie notiert derzeit zu 40 Euro. Der innere Wert des Puts beträgt somit 10 Euro, da ein Verkauf über den Put diesen Gewinn ermöglicht.


Instituts-Vergütungsordnung

Die Instituts-Vergütungsordnung beinhaltet bankaufsichtsrechtliche Mindestanforderungen für die Vergütungssysteme von Instituten, die schädliche Anreize zur Eingehung unverhältnismäßig hoher Risiken unterbinden sollen. Es handelt sich also um Regelungen zur Sicherung der Bankenstabilität und damit auch zur Sicherung der Finanzmarktstabilität.

Neben den Aufsehern erkannte auch das Institute of International Finance, die Lobbyorganisation der internationalen Finanzindustrie, fehlleitende Vergütungssysteme der Banken als Ursache für die jüngste Finanzkrise. Aus diesem Grunde entwickelte der Rat für Finanzstabilität (englisch Financial Stability Board, FSB) Prinzipien für solide Vergütungspraktiken vom 2. April 2009 und darauf aufbauende konkrete Standards vom 25. September 2009. Die vorgenannten Anforderungen des FSB wurden von der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) auf dem Gipfel in Pittsburgh im September 2009 gebilligt.

In Deutschland wurden die vorgenannten internationalen Vergütungsanforderungen mit dem "Gesetz über die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Vergütungssysteme von Instituten und Versicherungsunternehmen" vom 21. Juli 2010 (BGBl. I S. 950), in Verbindung mit der Instituts-Vergütungsverordnung vom 6. Oktober 2010, umgesetzt. Erläuterungen zu der InstitutsVergV finden sich in der Verordnungsbegründung.


Liquide/Illiquide

Von lat. liquidus „flüssig“, „fließend“, bezieht sich auf die Zahlungsfähigkeit bzw. - unfähigkeit einer Person oder eines Unternehmens und so auf die Menge des leicht verfügbaren Geldes. Illiquid ist, wer fällige Zahlungen nicht begleichen kann.