Finanz- und Börsenlexikon

"Wissen ist Macht" sagt der Volksmund seit Generationen. Nutzen Sie das unser Börsenlexikon um Ihr Finanzwissen zu ergänzen.



Abgeld (Disagio)

Abgeld oder Disagio ist der Unterschied zwischen dem Nennwert eines festverzinslichen Wertpapiers und seinem darunter liegenden Ausgabekurs. Das Gegenteil nennt man Agio beziehungsweise Aufgeld.


DAX-Future

DAX-Futures sind Terminkontrakte, bei denen Käufer und Verkäufer sich verpflichten, ein dem DAX nachgebildetes Portfolio bei Fälligkeit zu einem festgelegten Preis zu liefern beziehungsweise abzunehmen.


Dachfonds

Investmentfonds, deren Kapitalanlagen überwiegend in Anteilen anderer Fonds investiert sind.


Dax

Abkürzung für Deutscher Aktienindex. Siehe auch unter Indizes.

Verwante Einträge


Day Trading

Day Trading ist eine Methode, bei der der Anleger in kurzen Zeitabständen handelt. Der Zeithorizont reicht von einem Tag (konventionelle Methode) bis zu fünf Tagen (Innergame-Swing-Methode).


Deflation

Bezeichnung für eine starke Abnahme der Geldmenge bei gleichzeitig nachlassender Nachfrage nach Gütern und Diensten; eine Deflation hat in der Regel einen Preisverfall und somit einen Rückgang an Investitionsvolumen zur Folge. Gegenteil: Inflation


Depot

Gem. § 3 des Depotgesetzes Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren Dritter durch Kreditinstitute. Als Verwahrungsarten gibt es die Sonderverwahrung gem. § 2 DepotG (Streifbandverwahrung) und die Sammelverwahrung.


Depotgesetz

Gesetz über die Verwahrung und Anschaffung von Wertpapieren. Zweck des Depotgesetzes ist der Schutz des Hinterlegers von Wertpapieren durch Erhaltung des Wertpapiereigentums im Verwahrungsgeschäft und die schnelle Verschaffung des Wertpapiereigentums.


Derivate

Finanzinstrumente, die aus anderen Anlageobjekten wie z.B. Aktien abgeleitet sind und deren Wertentwicklung sich an diesen Basiswerten orientiert. Beispiele sind Swaps, Optionen, Futures und CFDs.


Deutscher Aktienindex

Aktienindex, der die Kurse von 30 deutschen Standardwerten enthält. Auswahlkriterien für die Einbeziehung eines Unternehmens in den Dax sind u.a. Umsatzstärke und Börsenkapitalisierung.


Dilutiert

Dilutiert heißt "verwässert" und wird dann gebraucht, wenn die Ergebnisse je Aktie zum Beispiel wegen einer Kapitalerhöhung nicht mehr vergleichbar sind. Der Gewinn ist dann der "verwässerte Gewinn", im Gegensatz zum "unverwässerten Gewinn". Eine Verwässerung gegen Ende des Geschäftsjahres ist weniger dramatisch als eine zu Beginn.


Divergenzen

Divergenzen werden bei der technischen Chartanalyse beobachtet. Darunter sind fallende Hochpunkte beziehungsweise steigende Tiefpunkte im Kursverlauf, verbunden mit steigenden Hochpunkten beziehungsweise fallenden Tiefpunkten bei einem technischen Indikator, wie zum Beispiel MACD oder RSI, zu verstehen.


Dividende

Der Teil des Gewinns einer Aktiengesellschaft, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die Höhe dieses Gewinnanteils wird im Rahmen der Hauptversammlung festgelegt. Die Dividendenhöhe ist generell abhängig von der Ertragskraft, Konjunkturlage und Dividendenpolitik des Unternehmens. Einige Unternehmen (v.a. aus dem Technologiesektor) zahlen grundsätzlich keine Dividende, sondern nutzen den erwirtschafteten Gewinn gänzlich, um z.B. neue Investitionen zu tätigen.


Doji

Der "Doji" ist eine Formation der Charttechnik bei Kerzencharts. Er entsteht, wenn der Kurs im Handelsverlauf unentschlossen nach oben und unten pendelt, um letztendlich in der Nähe des Eröffnungskurses zu schließen. Es entsteht eine Kerze mit einem ganz kleinen Körper und einem oberen und unteren Schatten. Daraus ergeben sich folgende Erkenntnisse:

1. Die Marktteilnehmer sind unsicher, sie haben keine klare Meinung über die weitere Richtung des Kurses.

2. Der höchste Kurs des Tages bildet einen Widerstand, der niedrigste Kurs eine Unterstützung. Wird eine dieser beiden Marken auf Schlusskursbasis unter- oder überschritten, sollte sich die Kursbewegung in die jeweilige Richtung für einige Tage weiter fortsetzen.


Double-Dip

Als "Double-Dip" bezeichnen Ökonomen ein immer wieder zu beobachtendes Konjunkturphänomen: Eine rezessive Wirtschaft zeigt plötzlich wieder Wachstumsraten. Die Mehrzahl der Marktteilnehmer erwartet, dass die Konjunkturwende geschafft sei, doch nur kurze Zeit später fällt die Wirtschaft wieder in die Rezession zurück. Deshalb auch double (doppeltes) dip (eintauchen).


Dow-Jones-Index

Börsenbarometer, das 1896 von Charles H. Dow erfunden wurde. Der Index heißt eigentlich "Dow Jones Industrial Index" und ist der bekannteste Börsenindex der Welt. Das Medienunternehmen Dow Jones & Company berechnet den Index für die New York Stock Exchange. In dem Index sind 30 wichtige US-Unternehmen enthalten.


Duration

Die Duration ist ein Maß für das Risiko einer Anleihe. Diese Kennzahl gibt die mittlere Kapitalbindungsdauer einer Anleihe an und beschreibt, wie Zinsänderungen den Preis einer Anleihe oder eines Anleihen-Portefeuilles beeinflussen. Je größer die Duration, desto stärker wird der Preis beeinflusst.


Window Dressing

Bezeichnet die „Verschönerung“ der Bilanz, ohne diese zu verfälschen. Ein an Bilanzstichtagen – vor allem am Jahresende – festzustellendes Verhalten von Banken, Unternehmen aber auch Fondsmanagern.